Geschrieben am 1. August 2010 um 22:23 Uhr, einsortiert in: Posteingang.
Meine Mutter hat mir aus der Fachzeitschrift Gehirn&Geist einen Artikel über ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam kopiert, dass aus Medizinern, Psychologen, Soziologen, Linguisten und Philosophen besteht und sich dem Thema Qualia widmet: Der Erforschung des bewusstem Erlebens der Umwelt; und dies nicht nur auf der Ebene der Neurologie, also wie und wo etwas im Gehirn verarbeitet wird, sondern auch auf den Ebenen der Sprache, der Sozialen-Umwelt, der Kultur und des psychologischen und philosophischen Verständnisses. Oder wie es auf der Projekt-Webseite beschrieben steht:
Die Arbeitsgruppe untersucht das Bewusstsein in einem Verbund von Geistes- und Naturwissenschaftlern mithilfe empirischer Erhebungen aus Psychiatrie und Psychologie, handlungs- und sprachanalytischer Untersuchungen aus Linguistik und Philosophie sowie unter Berücksichtigung historischer Perspektiven.
Also: Ich finde das Thema sehr interessant! Ebenso wie den Artikel. Science is interesting!
Geschrieben am 4. Mai 2010 um 20:05 Uhr, einsortiert in: Posteingang.
Nachdem Noisia vor einigen Tagen das offizielle Video zu ihrer neuen Single »Split The Atom« veröffentlich haben legen sie nun mit dem Remix von Ed Rush und Optical nach.
Der Remix muss zwar ohne eigenes Video auskommen, ist aber schon eher nach meinem Drum & Bass-Geschmack.
Noisia haben das Video zu ihrer zweiten Single, Split The Atom, aus ihrem gleichnamigen Debüt-Album bei YouTube veröffentlicht.
Dieses Stück geht deutlich weg vom, für Noisia bekanntem, Drum & Bass hinzu einem Mix aus House und Breaks, dass das Noisia-Trio bisher unter ihrem Pseudonym Hustle Athletics produziert haben.
Update (2010-05-08): Aus irgendeinem Grund wurde wohl das offizielle Video wegen Copyright-Verletzungen von YouTube genommen, aber Noisia hat das Video erneut hochgladen.
Update (2010-05-11): Noisia gab gestern den Grund für die Entfernung des Videos über Twitter bekannt:
@youtube thought the #splittheatom video was pure sex so they removed it -> re-uploaded with hidden nipples http://ping.fm/EzthK
Geschrieben am 27. September 2009 um 22:14 Uhr, einsortiert in: Posteingang.
Gestern war in den City Arkaden in Wuppertal Elberfeld ein Schlaf-Flashmob: Auf ein Pfeif-Signal legten sich alle schlafen, auf ein weiteres Pfeifen standen alle wieder auf und sollten dann weiter gehen, als wäre nicht gewesen. Ich war leider nicht bei diesem reinen Spaß-Flashmob dabei (den man mit ein bisschen anderer Planung und Interpretation auch als Konsum-Behinderung auslegen könnte …), aber auf dem Video sieht es nach einer ziemlich lustigen und erfolgreichen Aktion aus.
Geschrieben am 25. September 2009 um 1:18 Uhr, einsortiert in: Posteingang.
Dieser Flashmob polarisiert; dieser Flashmob ist kontrovers: »Und alle so Yeaahh«. Unpolitisch? Politisch? Satire oder sinnlose Störung?
Für viele, und für mich am Anfang auch, war der Flashmob eine reine Spaß-Aktion, denn viele verstehen Flashmobs, so wie ich anfangs, eben als reine Spaß-Aktionen. Aber ein Flashmob muss nicht reiner inhaltsleerer Spaß sein, ein Flashmob kann auch dazu genutzt werden, um politisch Aktiv zu werden; Flashmobs können ebenfalls eine Demonstration oder eine Form des Protests sein.
Zumal ein Flashmob, der eine Wahlkampfveranstaltung persifliert oder stört, wie der »Und alles so: Yeaahh«-Flashmob, nicht unpolitisch sein kann. Ich und viele andere, wie die Jusos und die Grüne Jugend aus Wuppertal, haben sich dem Flashmob angeschlossen, um Frau Merkel ihre leeren, blasphemischen Phrasen vorzuhalten.
Ich fand es übrigens sehr schade, im Gegensatz zu anderen, dass nicht mehr »Yeaahh« in den Sätzen gerufen wurde, denn so wären die falschen Aussagen und leeren Phrasen noch besser entlarvt worden, statt am Ende ihrer Sätze, bei denen man die »Yeaahh«-Rufe zum Teil auch falsch als Zustimmung verstehen könnte: »… 3 Millionen Arbeitslose …« – »YEAAHH!«, »… 5 Millionen Arbeitslose …« – »YEAAHH!«. Herrlich sarkastisch.
Angela Merkel wand sich gestern in einem Satz an uns Flashmob-Teilnehmer, die sie mittlerweile auch ihre »Freunde aus dem Internet« nannte:
Die jungen Leute sollten einfach bisschen besser zuhören, könnten sie was für’s Leben lernen.
Merkel zu #uasy “die jungen Leute könnten auch zuhören, könnten sie was lernen” – man merke, junge Menschen engagieren sich eher gegen #cdu-
Und an dem ist, meiner Meinung nach, einiges dran, denn mit den meisten mit denen ich mich auf dem Flashmob unterhalten habe, waren aus politischen Gründen auf dem Flashmob oder haben einen politischen Hintergrund. Sprich: Sie haben bereits etwas gelernt; sie haben sich mit der derzeitige Situation auseinander gesetzt und ihre Schlüsse daraus gezogen. Daraus haben sie erkannt, dass die Ziele der CDU nicht die sind, die Deutschland voranbringt, die die soziale Ungerechtigkeit aufhebt und ihrer Generation, die auch meine ist, eine gute Perspektive bietet.
Aber zu Beginn des Auftritts, so war jeden Falls mein Eindruck, »spielte« Angela Merkel mit den Zuschauern und den Flashmob-Teilnehmern. Sie freue sich, dass in Wuppertal, dieser schönen Stadt, so viele Menschen zusammen gekommen sind. Mit dieser Aussage hatte sie das Publikum und die »Yeaahh«-Rufe auf ihrer Seite, denn der Lokal-Patriotismus in Wuppertal ist nun mal recht groß.
Allerdings verspielte sie, auf jeden Fall für mich, diese Sympathie-Punkte direkt wieder, in dem sie, meiner Meinung nach, einer der besten Politiker Deutschlands zitierte, der auch ein Sohn der Stadt Wuppertal ist, allerdings nicht zu Fraktion von Frau Merkel gehört: Johannes Rau (SPD). Sie zitierte seien Aussage, dass »Wuppertal der Bindestrich Nordrhein-Westfalens« sei. Es wirkt recht bizarr, wenn Merkel versucht Sympathie mit der Aussage eines politischen Gegners zu gewinnen.
Aber zurück zum eigentlichen Flashmob. Über den, bzw. das Phänomen, »Und alle so: Yeaahh«-Flashmob gab es gestern einen interessanten Bericht gefolgt von einem noch interessanteren Kommentar bei den Tagesthemen:
Ob dieser Flashmob sinnvoll war oder nicht. Ob dies eine gute Form des Protests war oder nicht. Dies sei einmal dahingestellt, aber er ist nun einmal so spontan entstanden und hat nun etwas geschafft, was bis dahin so nicht geschafft wurde: Die Netz-Gemeinde hat Aufmerksamkeit in den etablierten Medien und es wird auch für die Menschen, die nicht so selbstverständlich mit dem Internet umgehen, immer deutlicher, dass im Internet eine Generation ist, denen Politik nicht egal ist, die aber den Eindruck haben, dass der Politik bzw. den Politikern das Internet recht egal ist oder es schlimmstenfalls eine durch Unverständnis als Gefahr auffassen.
Aber ich sehe in dem Flashmob auch noch eine andere, kleine Entwicklung, von der ich hoffe, dass sie weiter zunimmt: Junge Leute gehen wieder auf die Straße, um auf eine – bisher ungewöhnliche Art – zu demonstrieren. Vielleicht, so meine Hoffnung, entwickelt sich ja daraus eine neue Protest-Kultur. Ich denke, dass könnte den Politikern, der Demokratie und Deutschland gut tun: Die abgehobenen Politiker wieder in die Realität zurückholen, dass das Volk nicht alles mit sich machen lässt; die Demokratie stärken; und dadurch Deutschland voran bringen.
Geschrieben am 23. September 2009 um 22:09 Uhr, einsortiert in: Posteingang.
Der »Und alle so: Yeaahh«-Flashmob in Wuppertal ist vorüber. Es war bunt, laut und Angela Merkel, die zwar überall als »gelassen« beschrieben wird, wirkte doch etwas Gereizt gegenüber ihren »Yeaahh« rufenden »Freunden aus dem Internet«.
Es gibt viele Fotos und einige Videos. Ein paar Impressionen vom Flashmob in Wuppertal:
Mehr Infos zum Flashmob und mehr Links zu Fotos und Videos werde ich morgen nachreichen. Und alle so:
Also: Mittwoch, den 23.09. um 17 Uhr am Rathausplatz in Wuppertal Barmen ein »Und alle so: Yeaahh«-Flashmob! Plakate, T-Shirts, gute Laune und vor allem jede Menge Yeaahhs mitbringen!
Aaachtung, Update: Der 23.9. ist natürlich ein Mittwoch! Mir ist da leider ein Fehler unterlaufen … Das Datum stimmt allerdings, ich habe mich leider nur im Wochentag geirrt.
Geschrieben am 17. September 2009 um 14:13 Uhr, einsortiert in: Posteingang.
Heute morgen lag endlich, endlich Post aus England im Briefkasten: »Standing Room Only«, das Debüt-Album von Kanute. Vor über zwei Wochen hatte ich es geordert und vor gut zwei Wochen bekam ich die Bestätigung: Es ist unterwegs!
Seither wartete ich jeden Morgen sehnsüchtig auf den Briefträger, fast glaubte ich, es sei auf dem Postweg verloren gegangen, aber heute kam es endlich an.
»Standing Room Only« wurde von Kanute selbst, ohne Label, produziert und vertrieben: Limitiert auf 100 Stück haben sie es für £10 inklusive Versand nur über eBay verkauft. Nun nenne ich Nummer 89 von 100 mein eigen; die Nummer steht handschriftlich auf der Rückseite, auf der Innenseite der CD-Hülle wurde es von Rachael Gray mit »Rachael Kanute« signiert. Und zwei kleine Kanute-Sticker lagen auch noch dabei.
Und die Musik des Albums überzeugt zudem: Der typische Kanute-Sound zieht sich durch die 10 Tracks des Albums, die dabei trotzdem alle eigenständig und abwechslungsreich sind. Einige alte, bekannte Stücke wie »Frosting« und »Waves« sind dabei. Beide sind auf der alten, wie neuen Kanute-Webseite verfügbar (sowie einige andere Stücke, die z.T. auch auf dem Album sind, wie »Tangle Me« und »Finale«). »Waves«, das auch auf der 7″-Single ist, kommt in einem längeren Mix mit einem Outro, das – würde ich fast sagen – typisch Overseer ist; und es ist ein fulminantes Outro für das Album.
Als kleines Amuse-Gueule gibt es hier noch das erste Stück vom Album »Not Sleeping«. Mehr zuhören gibt es auch auf der MySpace-Seite von Kanute.