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aber aber Arne …

Die kalte, dunkle Welt draußen vs. mein Bett

»Somalia und die Giftmüllmafia« auf arte+7

Ich behaupte mal von mir, dass ich recht stark im Nehmen bin, aber bei dieser Doku verging sogar mir der Appetit: Vor der Küste Somalias verklappen dubiose Schiffe Giftmüll in großen, ungekennzeichneten Metallfässern. Viele der Fässer bleiben im Meer, einige verrotten dort und einige viele werden an die Strände gespült, meist heil, zum Teil aber offen und bereits leer … Die Art des Giftmülls, die sie enthielten, ist unbekannt. Und im Krisengebiet Somalia, indem sich die rechtmäßige Regierung in einen Stadtteil der Hauptstadt Mogadishu verschanzt hat und quasi keine funktionierende Infrastruktur außerhalb besitzt, gibt es niemanden, der sich um die Fässer kümmert.
Wenn man sagt, dass die Menschen von dem Giftmüll »krank« werden, dann grenzt das schon fast an Verballhornung: Gifte, Schwermetalle und vermutlich sogar radioaktive Stoffe fügen dem Organismus und dem Erbgut, und somit auch den Nachkommen, den Menschen an Somalias Küsten Schäden und Behinderungen zu, die nicht mehr nur »krank« genannt werden können. Krank ist allenfalls das mafiöse Geschäft der mit dem Giftmüll dabei betrieben wird.

Mittlerweile ist es schon ein paar Tage her, dass ich die Dokumentation gesehen habe, aber sie lässt mich immer noch mit etwas Ratlosigkeit und Wut zurück. Wut auch darüber, dass ich nur so etwas »belangloses« wie Mediendesign und Philosophie studiere und nichts, womit ich wirkungsvoll bei Solchen Dingen helfen kann …

Die Doku ist noch bis Dienstag, den 4.9. bis 23:30 Uhr, auf arte+7 verfügbar.

Darüber hinaus empfehle ich das Making of-Interview sowie die Themen-Seite zu Somalia von arte.