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aber aber Arne …

Tea, Earl Grey, hot.


März 2012

Vor einer Woche kaufte ich mir, aufgrund einiger glücklicher Umstände, endlich mein erstes Smartphone: ein gebrauchtes iPhone 3GS. Und ich bin sehr glücklich damit. Meistens.

Ich bat Katharina, ob sie mir nicht ein paar Apps für den Anfang empfehlen könne; was ich bekam waren nicht ein, zwei Tipps, wie ich dachte, sondern eine lange E-Mail mit Screenshots und vielen Erklärungen. Und dafür will ich mich nun hier revanchieren: Meine derzeitigen Home-Screens und Apps:

Home-Screen 1: Die wichtigen Dinge

iPhone Home-Screen #1

  • Standard-Apps: Mail, Kontakte, Kalender … Was bei jedem Handy halt so nützliches dabei ist.
  • Tweetbot: Twitter-Client. Habe die ersten paar Tage den Standard-Twitter-Client genutzt, aber so richtig konnte ich mich nicht damit anfreunden. Tweetbot kannte ich von einigen Gesprächen auf Twitter und allein wegen dem Design wollte ich es mal ausprobieren und bin damit bisher ganz zufrieden.
  • iA Writer: Text-Editor der nur auf das Schreiben fokussiert ist. Kannte ich bisher nur von der Entstehungsgeschichte und Webseite und er ist wirklich super: Es macht mir Spaß mich damit einfach mal auf Sofa zu setzten und ein bisschen an Texten herum zu tippen. Dieser Blog-Eintrag ist auch z.T. damit entstanden.
  • Toggl: Zeit-Erfassung für die Arbeit. Toggl nutze ich schon eine weile für meine Arbeitszeit-Erfassung für meine Abrechnungen. Jetzt habe ich es nicht nur auf meinem Rechner und Online sondern auch immer dabei und synchronisiert später auch erfasste Zeit, wenn gerade mal kein Netz verfügbar ist.

Home-Screen 2: Nützliche Dinge

iPhone Home-Screen #2

  • VRR: Bus- und Bahn-Verbindungen in unserem lokalem ÖPNV-Verbund. Nicht die schönste App, funktioniert dafür aber sehr gut.
  • DB Navigator: Für Bus- und Bahn-Verbindungen über den VRR-Bereich hinaus.
  • Scan: QR-Code-Reader. Hab’ ich bisher noch nicht benutzen müssen …
  • Mein simyo: App von meinem Mobilfunkanbieter, gut um Kosten und Daten-Verbrauch im Blick zu halten.
  • Instagram: Foto-App. Musste ich ausprobieren. Ganz OK.
  • Dropbox: Zugriff auf meinen Dropbox-Ordner. Sehr praktisch, besonders in Kombination mit dem iA Writer: Mal eben Text öffnen und bearbeiten. Und auch sonst habe ich die wichtigsten Dinge immer griffbereit.
  • Instapaper: Brauchte für Twitter eine »Für später Vormerken«-App. Im Moment schaue ich selten ‘rein, dafür werfe ich umso mehr Links hinein. Habe ein bisschen Angst davor, wenn ich sie das nächste mal auf mache …
  • Fontli: Instagram für Typografen. Flog vorgestern über meine Timeline, wenig Konkret nützlich, aber sehr schön für Inspiration.
  • Zite: Thomas empfahl mir diese App um neue Artikel und Dinge in seinen Interessens-Gebieten zu finden. Nette App, allerdings ist Philosophie ein Interessens-Gebiet mit »Spiritualität« … (fast so gut, wie die Sortierung von Philosophie neben Esoterik in einigen großen Buchhandlungen …)
  • Google+: Google+.
  • WordPress: WordPress-Blogs bearbeiten. Habe ich gerade erst für diesen Beitrag installiert, könnte ich mal gebrauchen.

Home-Screen 3: Der Rest

iPhone Home-Screen #3

Hier sind die restlichen Standard-Apps gelandet, die ich kaum oder gar nicht brauche. Und der Zeitungskiosk!

In der WZ-Aktion »Klasse: Deine Texte« schrieb ein Schüler der 9.-Stufe einer Wuppertaler Gesamtschule einen Artikel zu IKEA in Wuppertal und lockte damit, »ein paar Dinge [herauszufinden], die nicht jeder von IKEA weiß«.

Aber leider ließt sich der der Artikel als seien sämtliche Informationen von der Firmen-Webseite abgeschrieben und somit ergeben sich leider keine neuen Dinge, die nicht jeder über IKEA weiß, sondern nur eine Verlängerung der PR.

In der 7. oder 8. Klasse behandelten wir im Naturwissenschafts-Kurs vertiefend das Thema »Ernährung«, wozu jeder ein Referat ausarbeiten musste. Ein Mitschüler hielt sein Referat über das Essen von McDonalds und holte sich seine Informationen ausschließlich von deren Webseite; woraufhin das Urteil über das Essen von McDonalds natürlich so ausfiel, dass es gar nicht so schlecht und ungesund sei, wie gemeinhin behauptet.

Bei einstiger Informationslage ist es unmöglich ein objektives Urteil zu fällen. Und bei Informationen, die nur von der PR-Abteilung eines Konzerns kommen, driftet das Urteil schnell in Lobhudelei ab. Wenn das Urteil in genau diese (oder in die genau andere) Richtung stark ausschlägt sollte man stutzig werden und hinterfragen, ob man noch objektiv ist.

Bei IKEA würden mir spontan ein paar Dinge einfallen, bei denen man den Finger in die Wunde legen sollte: Wie und wo werden die Möbel produziert? Wo und welches Material wird verwendet? Welche Auswirkungen hat ein IKEA auf Wuppertal?

Schülern der 9. Klasse unterstelle ich, dass sie wissen, wie ein Zeitungsartikel aufgebaut ist und dass er objektiv sein sollte, wie man Quellen sucht, Informationen recherchiert und das man erkennt, wenn ein Artikel einseitig ist. Ich kann nachvollziehen, dass man bei seinem eigenen Artikel »betriebsblind« wird und man seine eigenen Fehler übersieht. Allerdings werden die Schüler bei »Klasse: Deine Texte« von einem Redakteur betreut oder zumindest die Artikel von einem Redakteur der WZ abgesegnet und diese sollten in einem solchen Fall gegensteuern.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich finde es großartig, dass sich dieser Schüler für Zeitung interessiert und sogar Texte schreibt. Und mein Text ist kein Rant gegen ihn! Aber ich vermisse leider den journalistischen Anspruch und vor allem die richtige Führung durch die Redakteure der Zeitung. Ich hoffe der Autor der Artikels wird sich seines Fehler bewusst, schreibt weiter und schreibt irgendwann gute, objektive Artikel für gute Zeitungen.