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aber aber Arne …

Weltensegler


Januar 2012

Die Geschichte wird nun nur noch bei dem inzwischen als Abklingbecken für ausgediente Serien erprobten Sixx zu Ende erzählt […]

An sich nur ein Artikel für Leute die sich für Quoten und Details der Fernsehprogrammplanung interessieren (oder beobachten wollen, wie Sat1 sich weiterhin sein eigenes Grab schaufelt), aber für diese Stilblüte hat sich das lesen allemal gelohnt.

Panopticon from Tim Weskamp on Vimeo.

INDECT, so heißt das von der EU finanzierte Forschungsprojekt für das wohl umfassenste Überwachungssystem: Der Zusammenschluss aller bestehenden Überwachungssysteme, wie z.B. Überwachungskameras, mit Telekommunikations-Überwachung, Drohnen-Überwachung, Analyse von Social Networks und einer automatischen Software die »auffälliges« Verhalten, das auf Straftaten schließen lassen soll, erkennt.

In der Wikipedia liest sich das so:

INDECT ist das Akronym des EU-Projektes Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment (Engl.; Dt.: Intelligentes Informationssystem zur Unterstützung von Überwachung, Suche und Erfassung für die Sicherheit von Bürgern in städtischer Umgebung), eines von der Europäischen Union im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms finanzierten Vorhabens im Bereich der intelligenten Sicherheitssysteme. Ziel des Projektes ist es, durch den Einsatz von Videoüberwachung automatisch strafrechtlich relevante Bedrohungen und Taten zu erkennen. Erreicht werden soll dies durch die Bündelung und automatische Auswertung der Videoströme verschiedener Überwachungskameras, um eine präventive Polizeiarbeit zu ermöglichen. Primäre Zielgruppen sind Homeland Security Services (Dt. wörtlich Dienste für Innere Sicherheit, sinngemäß Sicherheitsbehörden), Polizeibehörden und Gemeinden.

Der Kurzfilm Panopiticon zeigt ganz gut, wie dieses System funktionieren wird.

Der Fachbereich E, »Elektrotechnik, Informationstechnik und Medientechnik«, meiner Uni, die Bergische Universität Wuppertal, beteiligt sich übrigens am Projekt INDECT. So nominierte der AStA INDECT 2010 auch für den Big Brother Award.

Wenn ich zufällig 1000 Jahre eingefroren werden sollte und dann die einzigen Überreste unserer heutigen Zivilisation irgendwelche Werbung für Baumärkte oder Super-Samstage ist, werde ich mich dermaßen in Grund und Boden schämen … Mehr noch als ohne hin schon.

Die Niederländer wollen in Borssele ein neues Atomkrafwerk bauen. Als NRW-Bürger hat man, auf Grund der Nähe (215 km Luftlinie bis nach Düsseldorf), noch bis nächsten Donnerstag, den 12. Januar, die Möglichkeit Widerspruch gegen den Bau einzulegen, allerdings leider nur schriftlich oder telefonisch. Beim Landesverband des BUND NRW gibt es einen Musterbrief. Porto, Standard-Brief International, kostet 75 Cent. Oder man ruft an (und als Argumentationshilfe die 100 Gute Gründe bereithalten).