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So wars: »Und alle so: Yeaahh!«-Flashmob in Wuppertal (Teil 1)

Und alle so: Yeaahh!

Der »Und alle so: Yeaahh«-Flashmob in Wuppertal ist vorüber. Es war bunt, laut und Angela Merkel, die zwar überall als »gelassen« beschrieben wird, wirkte doch etwas Gereizt gegenüber ihren »Yeaahh« rufenden »Freunden aus dem Internet«.

Es gibt viele Fotos und einige Videos. Ein paar Impressionen vom Flashmob in Wuppertal:

Mehr Infos zum Flashmob und mehr Links zu Fotos und Videos werde ich morgen nachreichen. Und alle so:

13 Kommentare & Trackbacks

  1. ph am 24. September 2009 um 10:07:

    yeaahh!

  2. Hannah am 24. September 2009 um 12:17:

    Sorry, aber wie absolut unlustig, respektlos und kacke die Aktion ist/war. Heftig.

  3. Georg am 24. September 2009 um 14:41:

    Flashmobs sind ein Produkt der Web 2.0 Generation im negativen Sinne (Oh ja, positives gibt es durchaus auch). Flashmobs sind hochgradig unpolitisch, denn die anonyme Spontan-Aktion widerspricht einem politischen Austausch. So gesehen ist ein Flashmob auf einer politischen Veranstaltung gleich welcher Richtung noch sinnloser als die inszenierten Saalschlachten der SA auf den diversen Wahlveranstaltungen ihrer Gegner, denn sie hatten zumindest ein vermeintliches Feindbild. Dieser Flashmob hier hat nichts davon, außer einem Zeichen der Spaß-Generation, organisiert über SMS oder Twitter, den unsäglichen Medien des Web 2.0, die zu Aktionen einer sinnentleerten Generation führen.

    Wenn überhaupt, dann trifft der Flashmob weniger Frau Merkel, als vielmehr die neue Piraten-Partei, jene an sich so überwältiend frisch und positiv erscheinende neue Kraft in der BRD – deren Fahnen die Flashmobber schwenken. Schade drum.

    Georg

  4. Georg am 24. September 2009 um 14:42:

    Au Mann…
    “etwas gedult”
    Geduld schreibt man groß und mit d am Ende.
    Heute schon geflashmobbed? Yeaahhhhh…

    Georg

  5. kasumi am 24. September 2009 um 18:22:

    iwie hat das nich so gut geklappt wie in Hamburg. =P mittenrein “yeaahh” zu schreien ist doof! nach jedem satz macht mehr sinn^^

  6. Arne am 25. September 2009 um 10:38:

    @Georg: Ich sehe Flashmobs nicht mehr als reine unpolitische Spaß-Aktionen, viel mehr können Flashmobs eine Art der Demonstration sein, wie es ja auch vorgestern das Bundesarbeitsgericht Erfurt in einem Rechtsstreit zwischen der HBB und ver.di, die einen Flashmob zu Demonstrationszwecken gegen das Ersetzen von gelernten Arbeitern durch Leiharbeiter organisiert hatte, bestätigt.
    Auch ich sah zu beginn diesen und Flashmobs allgemein als reine Spaß-Aktionen, aber im Verlauf der Diskussion über den Flashmob hatte sich meine Einstellung gegenüber Flashmobs ziemlich schnell gewandelt, wie ich ja auch detaillierter im Beitag So wars: »Und alle so: Yeaahh!«-Flashmob in Wuppertal (Teil 2) darlege.

    Deinen NS-Vergleich finde ich ziemlich bedenklich! Ich weiß, dass die SA damals vor der Machtergreifung die politischen Reden ihrer Feinde massiv gestört haben. Allerdings fehlt mir derzeit leider das Wissen und die Zeit dies zu recherchieren, um die Tragweite der damaligen Störungen ermessen zu können. Allerdings werden durch das gleichsetzten des »Und alle so: Yeaahh«-Flashmobs bei den Wahlkampf-Reden mit den Störungen der SA bei den politischen Reden ihrer Gegner, die Flashmob-Teilnehmer mit den Mitgliedern der SA gleichgesetzt, die die Vernichtung der Juden vor hatten! Und dies macht eine weitere, sachliche Diskussion über den Flashmob, in meinen Augen, unmöglich. (Hier sei auch noch Godwin’s Law erwähnt.)

    Danke für den Hinweis auf die Rechtschreibfehler. Sind korrigiert. :)

  7. Georg am 25. September 2009 um 11:27:

    Ja, gut. Deine Kritik meines Vergleiches Eures Flashmobs mit den SA-Methoden ziehe ich mir an bzw. diesen Vergleich zurück und entschuldige mich. Wobei ich hier keinswegs gleich die Holo-Keule hatte schwingen wollen. Ich glaube nicht, daß den SA-Leuten in den 20er Jahren klar war, was in den 40er Jahren passieren würde. Aber da diese Wahrheiten sowieso durch die §§ 89a, 130 im Strafgesetzbuch regierungsamtlich festgelegt sind, erübrigt sich die Diskussion hierüber sowieso.

    Mein eigener politischer Standpunkt ist außerparlamentarisch verortet, Frau Merkel hat also keinesfalls meine Sympathien. Nur… was soll eine solche lautstarke Störung konstruktives bewirken?

    Georg

  8. tom317 am 25. September 2009 um 14:32:

    also ich muß ja im nachhinein und nach der diskussion im anderen thread leider nochmal meinen senf dazugeben ^^

    also für mich sieht es so aus, als war das ganze n griff ins klo. das bißchen aufmerksamkeit, welches durch diese aktion geweckt wurde, verändert oder bewegt im prinzip gar nix. ich finde, dass es noch nicht mal die position der flashmobber (gibts das wort? egal, wenn nciht dann ist es hiemit erfunden) darlegt.
    und es ist meiner meinung nach genau das passiert, was ich mir gedacht habe (und weswegen ich am mittwoch auch nicht teilgenommen habe): nämlich das äussere mittel des “yeah”-brüllens hat sich vor den politischen hintergrund der aktion gedrängt.

    man muß, wenn man sich dazu berufen fühlt sowas zu machen, einfach genau nachdenken über das WAS und das WIE, und ob das WAS vom WIE mitgetragen wird, oder ob es schadet.

    natürlich kann man sagen “es ist schade, dass sich die Merkel nicht inhaltlich mit uns auseinandersetzt” aber mal ganz ehrlich: mit leuten die yeah brüllen würd ich mich auch nicht inhaltlich auseinandersetzen. das würde mir wahrscheinlich so vorkommen als würde ich ne kuh über den wandel der metaphysik in der neuzeit versuchen aufzuklären und die antwortet mit “muh”.
    und wenn ich dann auch noch weiß, dass das plakat wie ein billiger fanartikel bei ebay vertickt wird, da schwappt mir doch dermaßen der kommerz entgegen, das geht auf keine kuhhaut (das muß jetzt nciht zwingend die selbe kuh sein, von der ich gerade gesprochen habe *gg*). das stellt das ganze für mich auf die selbe stufe wie Chuck Norris witze, fail, owned und weiß der geier was noch alles für kleingeistige ausgeburten des “humors des internet”.

    yeah ist einfach zu unkonkret und auch in dem tagesthemenbeitrag kommt das ganze nicht als feine klinge der ironie rüber, sondern als massengepöbel (finde ich jedenfalls)

    also ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich mich nciht daran beteiligt habe, obwohl ich ja schon mit dem gedanken gespielt habe

  9. franz am 26. September 2009 um 13:55:

    @tom317
    nichts bewirkt? denkst du wirklich das nichts es schafft in eine nachrichtensendung zu gelangen? oder das die leute sich nicht fragen warum man das so gemacht hat?
    schon allein das wir hier darüber diskutieren sagt doch das es was gebracht hat, findest du nicht?
    natürlich gibt es auch andere arten zu demonstrieren
    sogar einige bessere meiner meinung nach
    aber diese präsentiert eben die generation 2.0 und ihren witz, schnelligkeit etc.
    andere werfen mit schuhen nach politikern und werden dafür als helden verehrt
    wie man demonstriert kommt anscheinend auch aus der art wie man lebt, also wirst du vermutlich noch mehrere flashmobs erleben
    und wenn es so ist dann wunderts mich auch nicht das das nicht alle verstehen ^^
    ich denke diese demonstrationsart ist noch jung, mal schauen was daraus wird wenn sie erwachsen ist
    denn die menschen gehen wieder auf die straße

  10. tom317 am 27. September 2009 um 0:51:

    Zitat: “denkst du wirklich das nichts es schafft in eine nachrichtensendung zu gelangen?”
    ja, denk ich

    Zitat (selbst): “das bißchen aufmerksamkeit, welches durch diese aktion geweckt wurde, verändert oder bewegt im prinzip gar nix.”
    mir kommt es so vor als wäre mit dem flashmob keine neue art zu demonstrieren geboren, sondern bloß eine weitere mode, die auch schnell wieder vorbei ist. und dass es ne mode in ne nachrichtensendung schafft, wäre nicht das erste mal.

    Zitat: “aber diese präsentiert eben die generation 2.0 und ihren witz, schnelligkeit etc.”
    das stimmt, aber ich finde diese schnelligkeit eigentlich alles andere als gut, ich finde es höchst bedenklich. nur brauch ich nicht zwingend nen flashmob um diese schnelligkeit zu sehen. flashmob mag eines von vielen beispielen sein, aber sicher nciht die kernursache oder das hauptsymom für die schnellebigkeit und oberflächlichkeit. somit reiht sich der flashmob bloß in eine bereits bestehende ansammlung von hinweisen über die schnellebigkeit der “generation 2.0″ ein. es hätte auch n southpark-t-shirt sein können, oder ein verarschungsvideo von “leave britney alone”

    Zitat: “denn die menschen gehen wieder auf die straße”
    aber auch nur weil gerade wahlen sind und halt für kurz wieder die mode aufkam politisch zu sein. die nächsten vier jahre verbringt die generation 2.0 wieder damit animes runterzuladen und den nachtelfischen schurken zu skillen.

    naja, nennt mich pessimistisch ^^

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