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Und alle so: Flashmob! (Update!)

Am nächsten Mittwoch, den 23. September 2009, kommt Angela Merkel, unsere Noch-Kanzlerin, auf ihrer Wahlkampf-Tour nach Wuppertal. Um 17 Uhr gibt es auf dem Rathausplatz in Wuppertal Barmen eine Wahlkampf-Veranstaltung.

Aus dem »Und alle so: Yeaahh«-Plakat-Kommentar hat sich heute ein Flashmob in Hamburg gebildet. Und dies wollen wir in Wuppertal wiederholen!

Also: Mittwoch, den 23.09. um 17 Uhr am Rathausplatz in Wuppertal Barmen ein »Und alle so: Yeaahh«-Flashmob! Plakate, T-Shirts, gute Laune und vor allem jede Menge Yeaahhs mitbringen!

Und/oder vernetzt euch mit uns bei studiVZ/meinVZ, schülerVZ, Facebook oder bei twitter mit Lena oder mir.

Und zum Schluss noch ein paar Impressionen aus Hamburg:


(Foto von spanier)

Aaachtung, Update: Der 23.9. ist natürlich ein Mittwoch! Mir ist da leider ein Fehler unterlaufen … Das Datum stimmt allerdings, ich habe mich leider nur im Wochentag geirrt.

41 Kommentare & Trackbacks

  1. Lena am 19. September 2009 um 7:57:

    YEAAHH!

  2. ph am 19. September 2009 um 10:39:

    yeaahh!

  3. Christian am 19. September 2009 um 11:13:

    Yeaahhhhhhhh!

    ist das geil, aber mal erlich ist das jetzt als verarsche gemeint, ich bin mir da nicht so sicher…

    Ach die Piraten sind ja auch da!

    Hmmm….

  4. Arne am 19. September 2009 um 12:46:

    @Christian: Natürlich ist das ironisch, als ob jemand wirklich enthusiastisch »Yeah« schreien würde, wenn er Frau Merkel sieht und sie feiern wie einen Popstar. ;)
    Komm am Mittwoch doch auch nach Wuppertal und schrei mit uns »Yeaahh«. Dann sehen wir uns auch mal wieder. ;) Und du kannst noch mehr Leute mitbringen die auch »Yeahh« schreien können! ;)

  5. Michael am 19. September 2009 um 18:03:

  6. Christian am 19. September 2009 um 18:15:

    hmm also so schlecht das man sie verarschen muss (Popstar obwohl es um politik geht), hat sie uns jetzt nicht durch die große koalition geführ finde ich…

    Sie hat die hinternisse recht gut bewähltigt
    ok schmarn gibbet immer (zensur zb)
    Hab eh keine zeit am Mi

    viel spaß

  7. Arne am 19. September 2009 um 18:44:

    @Christian: Ob Frau Merkel Deutschland und die Koalition gut durch die letzte Legislatur-Periode geleitet hat oder nicht, sei mal dahin gestellt. Zumal dieser Flashmob ist weniger politisch orientiert, es geht vor allem auch um Spaß (wie bei Flashmobs allgemein).
    Schade, dass du nicht dabei bist. Hätte lustig werden können und ich hätte mich gefreut, dich mal wiederzusehen. Aber viel Spaß bei dem, was du am Mittwoch auch immer tun wirst! :)

  8. Hannah am 19. September 2009 um 23:28:

    : ( Ich bin so out, weil ich das überhaupt nicht lustig finde.

  9. tom317 am 20. September 2009 um 6:36:

    zitat: “Zumal dieser Flashmob ist weniger politisch orientiert, es geht vor allem auch um Spaß”

    sry, aber wie banane ist das denn?
    ich bin ja wahrlich kein merkelfan (echt nicht, lol), aber wenn ich etwas unangebracht finde, dann sind es solche aktionen, die überhaupt nix wollen, sondern einfach nur dazu gut sind um in das eigene langweilige leben ein bißchen aufregung zu bringen und sich dabei auch noch rebellisch oder revolutionär vorzukommen.
    wenn euch fad in der birne ist, dann buht von mir aus ne fußballmannschaft aus oder geht zu nem britney-spears-konzert und macht plakate gegen popmusik, aber mischt euch nicht in die politik ein.

    für mich gibts in sachen politik 2 optionen: entweder man will was bewegen, oder man läßt es. politik ist keine spaßveranstaltung, wir sind doch nicht bei den amis, wo der wahlkampf wie die perversion eines football-spieles verläuft.

    also entweder es wird hier gezielt gegen etwas protestiert, das ist das recht eines jeden in einer demokratie, oder man hält die fresse.
    zeit vertreiben und spaß haben kann man auch bei WoW oder der Oliver Geissen show, ohne dass man das demokratische prinzip, für eine (politische) perspektive position zu beziehen, stört.

    wie gesagt: wenn es um spaß geht, dann ist die politik nun wirklich das letzte feld, in dem man so etwas ausleben sollte. das zeigt mir einfach nur, dass ihr politik nicht ernst nehmt und ihr scheinbar nicht gerafft habt, dass sich die politik unmittelbar auf unsere wirklichkeit auswirkt (das kann man anders sehen, aber es ist meine perspektive).

    demokratie heißt: kampf der perspektiven. jeder hat das recht seine perspektive zu vertreten und darzulegen.
    ein veranstaltung aus spaß (!) zu stören, die ein solches darlegen ermöglicht, bedeutet, dass man auf die demokratie kackt und offensichtlich nicht in der lage ist, seine perspektive auf demokratische art und weise ins feld zu führen.

    wenn ich lese “es geht um spaß” dann muß ich leider sagen: ihr habt überhaupt keine politische perspektive, die ins feld geführt werden soll, ihr wollt euch nur um euer selbst willen profilieren, weil ihr meint, dass ihr sowas wie nen hochstatus gewinnt, wenn ihr es “der Merkel mal so richtig zeigt”. “hahahah” und dabei noch schön gelacht, blökend wie schafe und mit kuhäugigem blick die plakate hochgehalten

    p.s.: nur um mißverständnisse zu vermeiden: man darf auch gegen etwas protestieren und gegenperspektiven zu bestehenden perspektiven aufbauen und kundtun, aber “es geht vor allem um spaß” ist keine politische perspektive, sondern eine lady-gaga-paris-hilton-hohlbirnen-sensationsgeilheits-perspektive. und das hat meiner meinung nach in der politik nix verloren. (wie gesagt: meine perspektive)

  10. Arne am 20. September 2009 um 11:24:

    @tom317: Zugegeben, mein Kommentar war leichtsinnig und zu kurz gedacht, mittlerweile sehe ich die Sache auch anders, politischer. In der Euphorie um den Flashmob und meinem anderen politischen Interesse, mit dem ich mich derzeit intensiv beschäftige (Stichwort: Anti-Atom-Bewegung), habe ich es leider versäumt über die politischen Ausmaße des Flashmobs nachzudenken.
    Natürlich kann man keine politische (Wahlkampf-)Veranstaltung »stören«, oder, anders gesagt, bei einer politischen Veranstaltung demonstrieren, ohne politisch zu sein. Wer das tut – und da hast du sicherlich recht – hat von Politik keine Ahnung. Zudem – und da hast du auch recht – umgibt uns Politik und wirkt sich auf unser Handeln, auf die Wirklichkeit, aus. Aber genauso wirkt sich unser Handeln und unsere Entscheidungen auf die Politik aus. Täglich, bei – ich möchte fast sagen: allem – was wir tun und entscheiden.
    Ich habe bis gestern Abend Flashmobs als reine Spaß-Aktionen verstanden (was sie ja auch z.T. sind) und nicht als politisches Demonstrationsmittel begriffen, aber – wie bereits gesagt – mittlerweile bin ich schlauer und sehe das anders.

    Zum Schluss noch eine Bemerkung: Ich weiß nicht, ob dir an einer ernsten Diskussion gelegen ist oder ob du einfach nur trollen willst. Denn zum einen erweckt deine E-Mail-Angabe (gehtdichnixan@…) bei mir den Eindruck, dass es dir eben nicht an einer Diskussion gelegen ist (die wir ggf. auch per Mail weiterführen könnten), sondern du einfach nur deine Meinung kundtun möchtest; zum anderen kann man auch Menschen begreiflich machen, dass sie mangelndes Verständnis für Politik haben, ohne sich so derbe in der Sprache zu vergreifen.

  11. tom317 am 20. September 2009 um 12:17:

    die emailadresse ist bloß so angegeben, weil ich es nicht mag meine daten willkürlich im netz zu verteilen oder bei jedem kommentar irgendwo abspeichern zu lassen. und da das ja n plichtfeld ist, musste da was rein. das ist der einzige grund. hat nix mit diskussionbereitschaft oder nicht-bereitschaft zu tun.
    “gehtdichnixan” war jetzt auch gar nicht auf dich persönlich bezogen (ich dachte, dass das swieso iwie maschinell gespeichert wird und das sowieso keiner liest, wenn er nicht explizit in irgendwelche server.logs oder sowas reinguckt), ich hätt auch schreiben können “wegendatenschutzgeschlossen” oder irgendwas. ist einfach aus dem moment geboren und sollte weder ein angriff noch sonst etwas dergleichen sein.
    —-
    zitat: “…zum anderen kann man auch Menschen begreiflich machen, dass sie mangelndes Verständnis für Politik haben, ohne sich so derbe in der Sprache zu vergreifen.”
    klar kann man das. ich finde es nur manchmal wirkungsvoller, wenn man sprachlich n bißchen auf die kacke haut (sozusagen, heheh). vorallem hab ich mich ja auch wirklich darüber aufgeregt und wenn ich mich aufrege, dann steh ich nicht so auf blümchensprache ^^
    naja, ernsthaft: das ist einfach meine art, gegen die (meiner meinung nach) verkrampfte “politische korrektness” n bißchen vorzugehen. mir ist klar, dass ich damit auch oft anecke, aber ich nehme das dann halt in kauf.
    und ich denke, dass ich trotz “derber sprache” meine perspektive nicht als die einzig wahre dargestellt habe, sondern betont habe, dass es sich hier um meine subjektive wahrnehmung und meinung handelt. die subjektivität wurde sogar gerade wegen der derben sprache noch einmal unterstrichen/verdeutlicht.
    —-
    prinzipiell finde ich es ja auch gut, wenn man sich organisiert um etwas zu vertreten, anstatt zuhause zu hocken und darauf zu warten, dass schon irgendwas mit der welt passieren wird. die prämisse spaß ist mir an der stelle halt extrem aufgestossen, aber das hast du ja jetzt eh nochmal anders dargelegt.
    —-
    vor kurzem gabs ja sowas ähliches von der jungen union organisiert gegen Oskar Lafontaine (ich hab das nur so am rande mitbekommen, deshalb weiß ich jetzt nicht genau, ob ich hier jetzt alles richtig behaupte. also mögliche fehlerquellen bitte bedenken *gg*). das war wohl irgendwie so ne wir-stören-die-wahlkampfveranstaltung-mit-trillerpfeifen-aktion. irgendwie so. und ich meine mich zu erinnern, dass ich einige stimmen gehört habe, die sich darüber aufgeregt haben, wie traurig das ja ist, dass man sich zu so ner störaktion hinreißen läßt und was das ja für n armutszeugnis ist. und ich meine bemerkt zu haben, dass genau die, die sich noch vor wenigen wochen darüber aufgeregt haben, jetzt plötzlich hier bei dieser aktion beteiligt sind.
    und da frag ich mich dann halt schon auch nochmal: wie rum jetzt? wenn die junge union sowas macht isses ein armutszeugnis, aber wenn die eigenen leute das machen nicht?
    das hatte meinen ärger auch nochmal etwas geschürt.
    —-
    also wie gesagt: die derbe sprache ist manchmal einfach meine art und ich finde sie auch ab und an notwendiger als das rein sachliche. ich verstehe es, wenn jemand damit probleme hat, kann aber trotzdem dazu stehen und diese art mich auszudrücken vertreten. wer sich davon beleidigt fühlt ist auch gerne eingeladen mich “zurückzubeleidigen”, ich kann das aushalten, weil ich finde, dass man auch in der emotionalen ausformung eines standpunktes einen einblick darüber erhält, wie sehr das thema den anderen aufregt/ärgert/wieauchimmer. und das ist manchmal gar nicht so unwichtig (finde ich jedenfalls).
    ich finde aber, dass du sehr gut damit umgegangen bist ^^

  12. Steffen am 20. September 2009 um 15:18:

    Ich finde, dass es ein meilenweiter Unterschied ist, ob sich ein Haufen Privatlaute zusammentut um eine politische Meinung zu verkünden (und sei es durch “Yeah”-Rufe) oder ob sich eine Partei bzw. deren Jugendorganisation dazu hinreißen lässt, die Mitglieder aufzufordern, die Veranstaltung einer Konkurrenz-Partei zu stören.

  13. Michael am 20. September 2009 um 20:28:

    Also ich verstehe es absolut als ein politisches Ding – und nehme deshalb sehr gerne daran teil. Wir haben ja eh nichts zu melden, also kleines dummes Stimmvolk. Und das ist mein ganz persönlicher Protest, insbesondere gegen diese Frau und ihre Partei: Protest voller Zynik, beißendem Sarkasmus und Ironie. Lasst uns sie Bejubeln – denn sie weiß, wie dieses Jubeln gemeinst ist^^ :D

  14. tom317 am 20. September 2009 um 20:45:

    nur aus einem moralischen gesichtspunkt. also wenn man das kalkül einer partei die andere partei zu stören als moralisch schlecht empfindet, dann ist da ein kleiner unterschied. wobei aber zu sagen ist, dass auch privatleute, die sich für so eine aktion zusammenschließen, in dem moment, in dem sie das tun, ein politischer “körper” werden. immerhin ist die Merkel für diejenigen ja genauso politischer gegner, wie es Lafontaine für die (junge) union ist. (gegner in dem sinne, dass er eine gegenläufige politische perspektive vertritt, als man selbst)
    wesensmäßig finde ich also, dass es das selbe ist.

    was mich jedenfalls interessieren würde ist folgendes: wenn es bei dem flashmob nun um ein politisches statement geht, dann frage ich diejenigen, die daran teilnehmen (ich gehe nun mal davon aus, dass es nicht einfach bloß um den spaß geht – Arne hat das ja nochmal neu dargelegt – sondern dass es darum geht zu demonstrieren im politischen und demokratischen sinne)
    1) wogegen wird demonstriert? gegen Merkel als politische figur, oder gegen die partei? oder beides?
    2) warum wird das mittel der ironischen zustimmung durch “yeah”-rufe gewählt? (warum nicht zb plakate auf denen steht: “lieber kindertagesstätten statt bargeld” oder sowas, lol)
    3) was ist die politische meinung, die durch diese “yeah”-rufe verkündet wird?
    4) eine politische meinung zu verkünden, macht man ja nur dann, wenn man den eindruck hat, dass es auch jemanden gibt, der von dieser aktion erreicht wird. glaubt ihr also, dass sich über die “yeah”-rufe einem aussenstehenden beobachter erzählt, was ihr damit wollt?
    denn, ich glaube es besteht schon eine gewisse gefahr, dass durch dieses äussere mittel der “yeah”-rufe die politische botschaft, die vermittelt werden soll, in den hintergrund rückt und statt dessen die rufe vielleicht einfach bloß als störend empfunden werden, weil sie ja schon sehr dominant sind.
    5) wenn das passieren sollte, wurde dann das ziel die politische meinung zu verkünden, trotzdem erreicht, weil die aufmerksamkeit, die dadurch auf die aktion gelenkt wird ausreicht, oder meint ihr, dass in diesem fall das ziel der demonstration verfehlt wird?

  15. tom317 am 20. September 2009 um 20:46:

    oh, da ist noch Michael zwischengerutscht ^^

  16. Simon am 21. September 2009 um 8:03:

    Tolle Aktion

  17. ph am 21. September 2009 um 11:25:

    lieber tom,

    meine persönliche sicht der dinge ist, dass »das internet« bzw. die stärke mit der die »junge generation« mit dem internet verwachsen ist, von vielen politikern (gerade denen aus der großen, schwarz-konservativen partei) schlichtweg ignoriert wird.

    »das internet«, so wie man es als »netzbürger« begreift, ist als spontan und subversiv zu beschreiben. es ist getrieben von (scheinbar zufälligem) schwarmverhalten, das unterschwellig brodelt, bis es sich in bestimmten eruptionen entlädt (inzwischen zumeist als meme bezeichnet). die epetition war die (bis dato in deutschland) größte dieser eruptionen und hat es dementsprechend auch aus der (so genannte) virtualität in die (so genannte) realität geschafft.

    da allerdings alle dieser meme eigentlich real sind (sich aber nur auf einen kleineren teil der bevölkerung beziehen) ist diese unterteilung schlichtweg falsch und ich glaube (und betone an dieser stelle noch einmal, dass es meine bescheidene sicht der dinge ist), dass man (gerade durch und an der netzsperrendiskussion) zumindest auf der einen seite des zauns erkannt hat, dass es diesen nicht gibt und ihn jetzt verstärkt auch einreißt.

    der protest ist also eben deshalb so gut, weil er die gegenwärtige lage gekonnt auf einen punkt fokussiert.
    der schreiber der grundnachricht ist anonym(ous) und im grunde auch egal, weil er einfach das ausgesprochen hat, was sowieso alle gedacht haben. er ist der anstoßgeber einer sowieso vorhandenen diskussion. die aber von der gegenseite gekonnt ignoriert wird.

    nun ist der protest nicht plump, sondern subversiv, weil es einfach dem naturell des internets entspricht auf diese art und weise ungereimtheiten zu tage zu fördern und durch ständiges wiederkäuen von verschiedenen seiten zu beleuchten, um eine lösung zu finden.

    die lösung der masse sieht in diesem fall eben so aus, dass man an passender stelle eben (unignorierbar) darauf aufmerksam macht, dass und wie im internet binnen stunden dinge organisiert werden können. von zig leuten, die sich vor nicht kannten und sich wahrscheinlich auch nachher nicht kennen werden.

    es gibt inzwischen zahllose internetseiten, die berichten, t-shirts, einen song samt endlosen remixen. und selbst eine frau merkel sollte es interessieren was dahinter steckt, wenn eine ihrer wahlveranstaltungen auf so unkonventionelle art und weise (scheinbar) organisiert gestört wird.

    grüße
    chris

  18. ph am 21. September 2009 um 11:28:

    wall of text und alle so yeaahh!

  19. tom317 am 21. September 2009 um 13:28:

    okay, mit dem folgenden löse ich mich schon ein wenig von dem eigentlichen thema, aber so ist das halt, wenn man vom einen ins andere kommt, heheh. ich versuche dennoch den bogen am ende zu schlagen ^^

    also Chris (ph), deiner beschreibung des internets kann ich auf jeden fall zustimmen.
    die tatsache, dass die politiker (das ist immer so pauschal gesagt und ich kanns eigentlich nicht leiden wenn man so stammtischmäßig über “die politiker” schimpft, aber mir fällt jetzt kein anderer weg ein das auszudrücken, lol), also nochmal: die tatsache, dass die politiker die macht des internets ignorieren, ist ja eigentlich ein zeichen dafür, dass die technik mal wieder schneller ist, als der mensch. also der mensch dackelt der technik, die er selbst offengelegt hat, hinterher.
    dass ausgerechnet die ignoranz in den konservativ orientierten parteien noch mal stärker ist, ist -denke ich- ein “symptom” dafür, dass sich das konservative, welches versucht das traditionelle, vergangene zu bewahren und zur gegenwart zu erheben, schwer von eben diesem lösen kann. also die gegenwart ist sozusagen dem konservativen voraus. während der konservative versucht, das was war festzuhalten, dreht sich das rad aber weiter. der konservative KANN also gar nicht anders, als entweder zu verhindern, dass sich das rad dreht, oder zu ignorieren, dass sich das rad dreht, um seine weltanschauung (und die gibt gerade dem konservativen sicherheit) nicht zum einsturz zu bringen.
    —-
    worin besteht also die macht des internet? Chris, du hast das schon sehr ausführlich beschrieben, ich möchte es nur um einen begriff erweitern:
    Kommunikation.
    also die schnelle kommunikation, die durch das internet möglich ist, gibt dem menschen ein machtmittel in die hand.
    und jetzt kommen wir zum problem, oder zur gefahr, die ein solches, bzw konkret dieses machtmittel birgt (jedes machtmittel birgt möglichkeiten und gefahren. –”er hat die macht und die macht hat ihn”–).
    die gefahr heißt: schnelligkeit, oder auch schnelllebigkeit.
    “schwarmverhalten” ist ein sehr gut gewählter begriff, genauso wie “eruptionen” zu denen es kommt.
    durch die erhöhte geschwindigkeit der kommunikation, passieren prozesse einfach extrem schnell. und es kann passieren, dass die wirklichkeit gar nicht hinterherkommt, weil auf kommunikationsebene (in dem falle im virtuellen bereich des internet) alles schon passiert ist.
    der mensch aber ist ein wesen der wirklichkeit, er bewegt sich in der wirklichkeit und ist im virtuellen nur zu gast.
    und jetzt kommen wir nochmal aufs schwarmverhalten zurück: der mensch, der also im virtuellen zu gast ist, wird mit einer fülle von informationen bombardiert, informationen die schnell abrufbar sind, die aber auch falsch sein können, dann schreibt einer einen kommentar zu etwas und nen halben tag später hat man 3 antworten darauf, die wiederum neu bedacht und einsortiert werden müssen und sich wiederum in die informationsfülle eingliedern. und auf diese 3 antworten gibts dann wieder antworten bis das ganze zu einer unüberschaubaren masse anschwillt.
    und so, wie der konservative versucht an seiner tradition festzuhalten, um seine sicherheit zu bewahren, so versucht der mensch, der sich im virtuellen schwarm wiederfindet auch, sich an dingen festzuhalten, die inmitten dieses schwarmes als etwas konkretes herausstechen. und auch das tut er (wie es der konservative tut), um sich im schwarm zurechtzufinden, also um der sicherheit willen, sich im Sein halten zu können und sich nicht im schwarm zu verirren.
    weil er eben aus der wirklichkeit stammt (die er ja auch bewältigen muß) und noch nicht gelernt hat, mit dem virtuellen entsprechend umzugehen.
    und dann, wenn etwas konkretes auftaucht, wird es gepackt, man hält sich daran fest und wenn sich viele daran festhalten kommt es zur von Chris beschriebenen eruption.
    diese eruptionen sind affekt. sprich: etwas staut sich an, bauscht sich schnell auf, weil ja auch jeder schnell davon weiß und dann vor allem schnell entscheidet ob er das gut oder schlecht findet, es dabei schnell ignoriert, weil es ihm egal ist, oder schnell in eine euphorie kommt, weil er es toll findet, oder schnell zum gegner wird, weil er es scheisse findet. und dann platzt es.
    und das alles SCHNELLER ALS DER MENSCH DENKEN KANN
    deshalb hinkt er der technik hinterher, er ist so damit beschäftigt den schwarm in eine ordnung zu bringen, gleichzeitig noch die wirklcihkeit zu bewältigen, dass er keine zeit hat, das geordnete entsprechend zu bedenken. der mensch bestimmt nicht mehr die geschwindigkeit, sondern die technik und der mensch muß zusehen, dass er irgendwie am ball bleibt.
    egentlich absurd, denn der mensch hat ja die technik entdeckt und will sie ja eigentlich beherrschen und jetzt beherrscht sie ihn, heheheh –”er hat die technik und die technik hat ihn”–
    (konkretes beispiel: wirtschaftskrise. börse = virtuelle, schnelle welt. mensch = zu langsam dafür und ruht sich zusätzlich noch darauf aus, dass er alles mathematisch berechnen kann. das stellt sich aber als irrtum heraus und dann krachts irgendwann)
    —-
    so, was hat das jetzt alles mit dem flashmob zu tun?
    wie ich anfangs sagte, löse ich mich schon etwas vom eigentlcihen thema, aber es hat trotzdem mit dem flashmob zu tun.
    denn der flashmob ist eine dieser in seinem wesen affektiven eruptionen.
    ich bin nicht (mehr) gegen den flashmob
    ABER
    ich gebe wirklich zu bedenken: überlegt euch, warum ihr das macht, denkt bitte nach, was dahinter steckt, was euer grund ist diese aktion mitzutragen. lasst euch nicht dazu hinreißen einfach mitzubrüllen, weil das äussere mittel so dominant ist.
    es gibt zb leute, die verkaufen ihre cds, weil sie sich ausziehen und nciht weil die musik gut ist, das äussere mittel steht da ganz klar über dem inhalt.
    mit anderen worten: macht euch klar, was der inhalt des ganzen ist, dann denke ich, kann das ne gute aktion werden.
    meine schreckensvision wäre ja, wenn das ganze ne hammeraufmerksamkeit erregt und dann beteiligte befragt werden, was denn dahinter steckt und dann so antworten kommen wie “keine ahnung, ich wollte einfach n paar leute mal wieder treffen” oder ähnliches.
    -
    -
    brüllen ohne geist ist nie gut, brüllen mit geist aber schon. macht aus der affektiven eruption einen gezielten schuss.

  20. tom317 am 21. September 2009 um 13:29:

    auweia….. ich schreibe zu viel….. o.O

  21. ph am 21. September 2009 um 14:24:

    natürlich ist »die politiker« pauschalisiert. dennoch denke ich, dass diese ganze thematik als typischer generationenkonflikt begriffen werden kann und viele »dieser politiker« stammen (logischerweise) aus einem nicht internetafinen umfeld. fortschritt ist immer ein ding von wenigen aus einer großen masse. nicht umsonst spricht man von avantgarde, also »sperrspitze« oder »vorhut«.

    das konservativ von conservare also bewahren kommt sollte man in diesem zusammenhang auch nicht vergessen und deshalb (selbst als technik- und fortschrittbegeisterter) nicht immer nur negativ bewerten. dennoch fällt es mir schwer.
    denn dumme widersinnige ignoranz finde ich furchtbar, egal wie man den politischen hintergrund bezeichnen mag.

  22. tom317 am 21. September 2009 um 15:23:

    ich bin mir aber nicht sicher, ob die generation “internet” (ich nenne es nun der einfachheit mal so), bereits weiß, wie sie mit virtuellen welten umgehen soll. ich habe eher den eindruck, dass sich die gefahr, die sich in der schnellen entwicklung der technik verbirgt, stärker präsentiert, als dass die möglichkeiten genutzt werden.
    es bringt ihnen keiner bei. es fehlt sozusagen eine “zwischengeneration” die erstmal den umgang damit lernt und das dann an die nachkommenden generationen weitergibt.
    also entweder das, oder die generation von der wir gerade als “internetgeneration” reden, ist eben diese zwischengeneration. das glaube ich aber nicht.
    ich beobachte jedenfalls im moment eher die entwicklung, dass sich gerade junge leute von der schnelligkeit anstecken lassen und überhaupt nicht mehr wissen, dass man über dinge auch zwei mal nachdenken kann, oder dass es unter oberflächen auch immer tiefen gibt.
    ich frage mich manchmal, wie sich eine solche “zwischengeneration” entwickeln soll, wenn die menschen keine zeit haben zu denken.
    also eine zwischengenration fehlt, die kann aber auch nciht entstehen, weil die schnelligkeit der kommunikation keinen raum läßt. ne ziemlich schechte aussicht.
    zudem sind wir wirtschafts- und “fortschritts”orientiert, also mathematisch berechenbarer erfolg steht an oberster stelle. 5€-3€=2€ das ist gut und 3€-7€=4€schulden das ist schlecht.
    wenn ich jemandem 3€ gebe bekomme ich 3 äpfel und wenn ich 5 äpfel haben will, dann mach ich 2€ schulden. und wenn ich n arschloch bin, steck ich mir 1€ in die eigene tasche und mach 3€ schulden für die firma.
    wenn es so einfach wäre.
    menschliches verhalten läßt sich eben nicht mathematisch berechnen und deshalb wäre es wichtig, sich aus dem rein technischen umkreis hinauszubewegen und sich vor augen zu führen, was denn das ist, die technik, der naturwissenschaftliche fortschritt, die wirtschaft.
    grob gesagt: weniger wissen, mehr denken wäre angebracht, oder philosophen braucht das land ^^

  23. tom317 am 21. September 2009 um 15:23:

    das war schon wieder so viel?…. argh… es sah beim schreiben so wenig aus….

  24. ph am 21. September 2009 um 16:35:

    ich sehe mich definitiv als teil der zwischengeneration: ohne internet/mobiltelefon geboren, mit den ersten computern groß geworden, die dos-zeile kennengelernt, den »mythos internet« mit allen hintergründen aufgesogen.

    das problem, das sich mir eher stellt ist, dass man eben dies dem mainstream (wenn man ihn denn so nennen mag) nicht begreiflich machen kann. dazu gibt es gerade auch einen schönen artikel in der faz. thema: nerds.

    zum anderen lässt du dich ja gepflegt über die extrem kapitalistisch, matrialistische denke unserer zeit aus und ich muss sagen, dass eben genau in den angesprochenen nerd-zirkeln (und der anhängenden netzgemeinde) eben diese kaum vorhanden ist. opensource ist ein vielfach geprügeltes, aber ebenso gelebtes schlagwort.

    das wieder mehr kreativität und »nicht profit/erfolgsgesteuerte« fächer gelehrt werden müssen steht dabei für mich außer frage. medienkompetenz genauso wie kunst, kultur, geschichte und vielleicht sogar ganz schulfremde fächer wie tanz.

    jeder mensch lebt und lernt anders, jedem menschen sollten dazu auch die möglichkeiten gegeben werden. nur wenn man sich selbst entfalten kann, muss man sich nicht mehr im internet entblößen.

  25. tom317 am 21. September 2009 um 16:49:

    “dazu gibt es gerade auch einen schönen artikel in der faz. thema: nerds.”
    meinst du den über die piraten? (“angriff der nerds” oder so ähnlich)

  26. missgeschick am 21. September 2009 um 19:43:

    vll ist das #yeaahh nicht unbedingt eine politische aussage, aber es ist ganz sicher auch nicht pubertär oder dämlich, denn hier wurde eine andere art der demo erfunden (nenn ich jetzt mal demo2.0) die positive demo ;) niemand wurde verletzt, außer evtl. psychisch frau merkel, aber ich schätze sie hat sich schon ganz andere dingen anhören müssen, niemand wurde belästigt.
    ich frage mich was denn eigentlich alle wollen, wenn einem irgendwas nich gefällt labern alle, ja dann ändere doch mal was, fang du doch mal an was zu machen.
    machste was lästern die nächsten wieder, wie scheisse das is… warum?
    Neid?
    Wer nicht mag, macht nicht mit, wir bestimmen doch niemanden, dass alle mitmachen sollen, aber warum sollen wir nicht auf eine lustige art und weise zeigen, was wir fühlen?

    pass mal auf, der politik ist es scheiss egal, was wir sagen, welche stimme wir abgeben, viele fühlen sich abgezockt, egal wer an der macht ist
    im umkehrschluss gehen also hier leute auf die strasse um zu zeigen dass hier kein vertrauen mehr da ist, dass sich niemand von der angelernten verhaltensweise bei einer rede blenden lässt, und noch was, das wir endlich wieder zu hören und hören, was wer wann wie sagt uns das merken und analysieren.

    also so doof können wir ja alle nicht sein

    und nur weil wir twitter nutzen usw um uns zu verabreden, weils ein super medium ist um sich eben schneller auszutauschen stempeln uns alle als nerds und nichtswisser ab?
    aber wer von uns behauptet denn dass wir die Internet und Comuter Generation sind?
    Wer tut denn hier als wären wir die superuser?
    nieman, wir haben was erfunden für uns, um mit einer politischen situation umzugehen bei der niemand verletzt wird und politik für uns näher rückt, weil jeder jedem was erklärt und hilft, somit auch ein stück weit spaß macht

    hier wird das gemeinschatsgefühl gestärkt, dass was uns deutschen hier so sehr fehlt, und was besseres ohne gewalt, was ich noch mal hier ausdrücklich sagen will, kann es nicht geben

    von sowas hab ich lange geträumt ich danke allen hamburgern und demo2.0ern die dabei waren nur ihr yeaahh gerufen haben und gegangen sind ohne sich auf gewalt einzulassen oder sonst was…

    man sollte einfach auch mal versuchen unsere sicht der dinge zu sehen, wie sehr versuchen wir eure sicht zu verstehen und zu diskutieren, aber viele versuchen trotzdem immer noch gegen uns zu reden

    und noch was dazu: das hat hier auch nix mit der piratenpartei zu tun, die haben wir alle nicht gebraucht, wie man sieht. Was hier fehlt ist eben gemeinschaft und anscheinend bin ich damit nicht alleine…

    Lg
    MissGeschick

  27. eneB am 21. September 2009 um 21:30:

  28. ph am 22. September 2009 um 8:42:

  29. tom317 am 22. September 2009 um 10:35:

    ahja, den hab ich gelesen. aufstieg wars nicht angriff, lol

  30. mat am 23. September 2009 um 9:37:

    wie albern

  31. Matthias am 23. September 2009 um 10:47:

    … und alle so Yeah! … Hehe … Also ich finde die Aktion großartig!!!

    Wäre gerne dabei, habe leider erst gerade hier davon gelesen, dass es in Wu-Tal wiederholt werden soll und ich glaube nicht, dass ich es heute schaffen werde.

    Für mich ist diese Aktion übrigens auf jeden Fall politisch motiviert. Und ich fände es super, wenn es viel häufiger gemacht würde und zwar nicht nur bei der Merkel, sondern bei jedem Politiker jeder Partei.

    Im Wahlkampf wird soviel Müll gelabert, es geht mir ziemlich auf die … Also finde ich es super, ein Zeichen zu setzen und den Politikern zu zeigen, dass man sie einfach nicht mehr ernst nehmen kann.

    Wer also glaubt, uns für dumm verkaufen zu können (mehr geld für alle, steuern runter, bessere bildung, blablabla, ja ne is klar …), der muss solche Konsequenzen hinnehmen. Das ist meine Meinung dazu.

    Arne, ich wünsche dir viel Spass auf dem Flashmob! Hoffentlich sind viele Leute da!

  32. reiner am 23. September 2009 um 11:40:

    viel “Yeaahh” aus Hamburg…
    …macht was draus!

  33. Michael am 23. September 2009 um 13:23:

    also das läuft folgendermaßen:

    die CDU-Parteimitglieder haben Karten bekommen, die sie befähigen in den inneren Zirkel der Veranstaltung zu kommen. Die Innenstadt ist weiträumig abgesperrt und es gibt mehrere Zirkel, was unsere Ansammlung gefährdet, da sich die Flashmobber unter Umständen innerhalb verschiedener Zirkel befinden, was die Wirkung mindert. Es sei denn man würde abmachen von welcher Seite aus man zu dem Platz geht. In den inneren Zirkel kommt man nicht ohne Karte. Barmen ist jetzt bereits abgeriegelt und es sind auch schon viele Pozilisten vor Ort.

    +++++++++++++++++++++++++++

    Wer’s noch liest: aufgrund der vorgenannten Infos: Vorab-Treff um 16:30 Uhr an der Schwebebahnhaltestelle altermarkt / McDonalds !!!!!! So lässt sich ne gruppe bilden!
    +++++++++++++++++++++++++++

  34. koelner am 23. September 2009 um 14:45:

    Ist ein Flashmob nicht eigentlich als einmalige Aktion gedacht?
    Ich fand die Aktion in Hamburg zwar super, fände es aber sehr schade, wenn sie in Wuppertal wiederholt wird.
    Dann verliert sich doch jeder Sinn. Ziel ist ja schließlich nicht, jede einzelne CDU-Wahlveranstaltung zu stören.
    Belasst es doch lieber bei der einmaligen Aktion, dann bleibt sie auch in allen Köpfen.

  35. klinkhart am 23. September 2009 um 16:02:

  36. Steve-Alexander R. am 23. September 2009 um 16:30:

    Und wieder alle so yeaahh!
    In Hamburg war es voll klasse.
    Viel Spaß euch allen.

  37. Jörn am 24. September 2009 um 12:17:

    Moin,
    finde die Plakatmalerei wirklich amüsant. Dass jetzt aber so ein Aufheben um den ganzen “Flashmob” gemacht wird verstehe ich nicht. Gabs doch alles schon bei den Spontis. Und das ohne Internet…
    Übrigens: Bekomme ich da etwas falsch mit, oder schreiben sich jetzt die “Piraten” die ganze Aktion auf die Flagge? Vorsicht: Der Schuß könnte dann auch nach hinten losgehen: Piraten als Spontis?! Haha

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