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Einträge vom 29. Mai 2009

Gestern, Heute, Morgen und der Rest der nächsten Woche

Gleich fährt Jan mit unserem Mietwagen vor und dann geht es für eine gute Woche in ein kleines, beschauliches Städtchen im Osten Deutschlands: Berlin. Dort nehmen wir an einem internationalem Workshop von Loesje teil. Loesje ist eine freie Organisation die sich mit sogenanntem Creative Activism für eine bessere Welt einsetzt. Dies geschieht hauptsächlich über Poster auf denen Sprüchen sind, die zum nachdenken anregen oder niveauvoll unterhalten sollen, die dann überall in den Städten aufgehängt werden, um ein mögliches großes Publikum zu erreichen.
Am Workshop nehmen viele junge Leute aus ganz Europa teil und wir sind mal sehr gespannt, wie die Gruppe so ist … änd wie hafe to spiek inglisch offcourse, butt mine ist a bissal rusted in sinze Oustralia.

Hackbällchen in Tomatensoße auf Spagetti

Gestern ist übrigens auch noch das ein oder andere erwähnenswerte passiert, worüber ich aber bisher leider nicht zum schreiben kam: Zuerst habe ich meine Drohung wahr gemacht und wieder gekocht: Hackbällchen in Tomatensoße mit Spagetti, so wie Jamie Oliver sie mal in seiner Sendung Oliver’s Twisst gekocht hatte. Naja, nicht ganz. Meine waren ein bisschen anders gewürzt und unser Ofen ist leider kaputt, deshalb konnte ich die Hackbällchen nicht überbacken und musste sie in der Pfanne zu Ende garen. Tat dem Essen aber kein Abbruch: Ich hab mich wieder so voll geschlagen, dass ich Probleme hatte die Treppe ‘rauf zu rollen …

Außerdem ist gestern das Notizheft bei Kasumi angekommen, dass ich am Mittwoch noch weggeschickt hatte (und Angst hatte, es käme wieder zurück, weil der Post-Beamte am Schalter ohne Nachwiegen nur 1,45 Euro für den Brief haben wollte … aber zum Glück hatte er recht). Sie freut sich und widmet sogar ein DailyBooth-Foto dem Heft.

Und noch als kleine Anekdote zum Schluss: Gestern standen in der Einkaufsmeile meines Stadtteils Die Linke und wollte Menschen dazu motivieren, zur Europwahl zu gehen und das Kreuzchen bei den Die Linke zu machen. Leider war ich nicht schnell genug und wurde von einem freundlichen jungen Mann angesprochen: Er fragte mich aus, ob ich denn schon 18 sei und belehrte mich, dass ich dann doch Wahlberechtigt für die Europa-Wahl bin. Nachdem ich ihm dann sagte, dass ich schon gewählt habe, weil ich am Wahltag nicht da bin, war er ziemlich schnell ziemlich ruhig. (Und als ich dann noch sagte, ich fahre nach Berlin – quasi ins deutsche Zentrum der Macht – ging ein beeindruckte Stille aus … oder ich fühlte mich gerade einfach nur so überlegen …)
Ein älterer Kollege von ihm schaffte es dann doch noch mir ein Prospekt in die Hand zu drücken; den Kugelschreiber konnte ich dann aber doch noch abwehren … Nichts gegen den jungen Mann, der auch Anfang zwanzig und rech sympathisch war, aber Die Linke?! Hm, nee … eher nicht … dann doch eher Die Violetten

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