Das Satire-Magazin extra3 des NDR war zu Beginn des Jahres auf einer Immobilien-Messe in München und bewies dort: Sie haben ein Herz für die armen Banker, die Millionen über Millionen verloren haben und nun ein karges Leben z.T. nur mit Wurst und Brötchen fristen müssen. Ein hoch auf die gepflegte Dekadenz!
Ich bin böse. Das attestiert mich sogar Kristina. Ich bin sogar sehr böse, weil ich auch andere Menschen zu bösem verleite! Denn ich hab heute das twittern angefangen. (twittern ist das veröffentlichen von kurzen, max. 140 Zeichen langen Nachrichten, sogenannten Tweets, auf Twitter.) Schlimm! Jetzt kann man unter @aberaberarne verfolgen, was ich den so den lieben-langen Tag über so mache. Sofern ich das verlautbare, natürlich.
Und als sei das noch nicht schlimm genug, habe ich heute auch noch direkt Jonas dazu gebracht mitzutwittern.
Das schlimme ist nur: Es macht auch noch Spaß! Naja, mal abgesehen von dem Follower-Spam den ich bekomme. Follower sind andere Menschen auf Twitter, die verfolgen, was man schreibt. Und die meisten schreiben auch über irgendetwas. Man kann dann auch verfolgen, was diese Menschen schreiben. Oder auch sein lassen. Jedenfalls haben relativ viele Menschen begonnen zu verfolgen, was ich schreibe. Allerdings haben diese Menschen ungewöhnlich viel über Heimarbeit, Nebenjobs von zuhause und Handtaschen verkaufen geschrieben: Spam! Ich überlege ob ich eine offene Blackliste führen soll, als Pranger quasi …
Aber natürlich schreiben nicht alle Follower Spam. Im Gegenteil, die meisten sind vernünftig. Sofern es einen interessiert, was die schreiben.
Die … ähm … unbeständige Wetterlage in der neuen Telenovela der ARD »Eine für alle – Frauen können’s besser« (abgekürzt ist »Eine für alle« übrigens Efa (sic!)) ist mittlerweile berühmtberüchtigt. Diese Einstellung oben ist geradezu ein Muster-Beispiel dafür! Ich frag’ mich, woher die wunderschöne Frühlingssonne, die zum Fenster hereinstrahlt und ihre gold-gelben Strahlen auf den Fensterrahmen legt, wohl herkommt …
Nach langen Verhandlungen mit den Gewerkschaften konnten Jan und ich uns endlich auf eine Domain für unseren Filmblog einigen: jarnefilm.de. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Domain auf allen DNS gesperrt freigeschaltet wurde.
Sooo … was steht als nächstes auf der Agenda zur Weltherrschaft?!
Update, 26. April 2009, 00:45 Uhr: Was soll ich sagen, mein Webhoster ist schnell! Bei meinem Internet-Zugang, über die Telekom, ist die Domain schon freigeschaltet (d.h. alle anderen deutschen Anbieter sollten sie (spätestens in ein paar Stunden) auch freigeschaltet haben). Weltweit kann es vielleicht noch zwei-drei Tage dauern.
Heute standen die Zeugen Jehovas vor dem Büro in Wuppertal, doch mein Chef konnte sie ziemlich schnell abwimmeln; allerdings nicht ohne »Info-Material« da zulassen, das danach mit den Worten »Die wolltest du doch schon immer mal haben« auf meinem Schreibtische landete.
Zugegeben, es hat mich immer schon etwas interessiert, auf welche Weise wohl in diesen Broschüren argumentiert wird. Schließlich ist es auch wichtig zu wissen, auf welche Art und Weise religiöse Anhänger argumentieren und ihre Ansichten verbreiten. Nur so kann man vernünftig gegen ihre Argumente und Ansichten kontern. Und einfach zu sagen »Die reden eh nur Blödsinn« ist zu einfach und als kritisch denkender Mensch der falsche Weg!
Jedenfalls erwischte ich mich auf der Rückfahrt von der Arbeit mit dem Gedanken, in der Bahn doch einen Blick in den »Wachturm« (dessen Ausgaben-Datum übrigens auf den 1. Juni 2009 datiert ist) oder »Erwachet!« (ebenfalls datiert Juni 2009!) zu werfen, hab es dann doch sein gelassen und stattdessen lieber meine links-populistische Schmonzette taz gelesen. Zumal: Sowas kann man ja auch nicht in der Öffentlichkeit lesen, sowas liest man wenn überhaupt mit der Taschenlampe unter der Bettdecke …
Mitte Oktober letzten Jahres fiel mir auf, dass Amazon bei der Suche nach dem Stichwort »Ratgeber« (ich möchte mal sagen) seltsame Ergebnisse zu Tage beförderte. Mittlerweile hat es auch zu bild.de herumgesprochen, deren Redaktion wie nun wild orakelt warum dem so ist; und BILDblog für alle berichtigt.
Christian schreib mich letztens sehr besorgt an, was denn mit aber aber Arne los sei, warum ich nichts schreiben würde und ob mein Leben langweilig geworden wäre? Äh … war es jemals spannend?! Naja, vielleicht, ab und an, aber meist nicht so spannend, dass ich hätte drüber schreiben müssen. So ähnlich war es dann ungefähr die letzten anderthalb Wochen. Gut, wirklich spannend ist mein Leben jetzt auch nicht, aber who cares?! Auf jeden Fall habe ich mir einen kleinen, nicht geplanten Blog-Urlaub gegönnt, frei nach dem Motto: Wenn man nichts zu sagen, einfach mal die Klappe halten.
Paranoland (bei arte+7) ist ein französischer Kurzfilm (ca. 8 Minuten) der uns den Spiegel vorhält und mich mal wieder fragen lässt: In was für einer Welt leben wir eigentlich?!
Abgesehen von einem Punkt gefällt mir der Kurzfilm sehr gut. Leider muss ich für die Kritik relativ viel verraten (also besser erst den Film ansehen): Das Taxi wird – in diesem Fall – fälschlicherweise, aus übertriebener Paranoia, gesprengt. So wie viele andere auch, wie vor dem Abspann gesagt wird, denn darauf (und auf die zugrundelegende übertriebene Angst vor terroristischen Anschlägen) will der Film ja aufmerksam machen. Leider wird nicht explizit gesagt, ob alle gesprengten Taxen ebenfalls fälschlicher Weise gesprengt wurden oder ob nicht eventuell doch ein Anschlag dadurch verhindert wurde, denn das würde diese Statistik dann in einem anderen Licht erscheinen lassen. So lässt sie jedenfalls leider viel Spielraum für Interpretation.
Trotz diesen Kritikpunktes bleibt die Frage: Wie viel Sicherheit ist nötig und wie vertretbar sind solch großen »Kollateralschäden«?
In The Lost Tribes Of New York City interviewen die beiden Filmmacher Andy und Carolyn London von London Square Productions Stadtmöbel, sprich: Telefone, Zeitungsautomaten, Koffer … Ein wunderbares, inspirierendes Video. Auch wenn es nicht direkt damit zu tun hat, musste ich direkt an Streetart denken, wobei dies eher eine Art Kunst ist, die mit der Strasse aber nicht auf der Straße passiert. Quasi Post-Produzierte Streetart …