Ich nogger mir einen

So! Schluss damit! Sommer jetzt!

So! Schluss damit! Sommer jetzt!
Ich wurde nicht gefragt: Wie lange halten eigentlich die 21 Packungen Kaugummi die du zum Geburtstag bekommen hast?
Die Antwort ist simpel: Bis gestern. Oder: Gut sechs Monate. Oder genauer: 182 Tage.
Abzüglich der ganzen Zeit in der ich die guten, leckeren schwarzen Airways gekaut habe, sowie die ganze Zeit in der ich Fishermans Friend oder die komischen, neuen Airways Mints gelutscht habe …

Naja, eigentlich bezeichne ich mich nicht mehr als Schokoholik, zumal zum einen die Zeit in der ich relativ viel Schokolade gegessen habe eh seit längerem vorüber ist und zum anderen nicht mehr seit dem ich Franziskas Exfreund kenne, der ein wahrer Schokolik ist: »Willst du was Schokolade?!« – »Danke, gerade nicht. Später vielleicht.« – »Dann nimm’ es dir jetzt, wenn du es später willst. Später ist nichts mehr da!«
Dafür gilt bei mir heute Klasse statt Masse: Duplo mit dunkler Schokolade, KitKat mit dunkler Schokolade, Choco Crossies mit dunkler Schokolade – *freu*

Brrr … ich dachte das hätten wir für diesen Frühling Winter hinter uns … *grummel*
Yeah! Habe ich lange nicht mehr gehört und vorhin wieder ausgegraben: The Sounds, eine »New Wave«-Gruppe aus Schweden. Ich mags! *rock*
Gestern Abend habe ich mich auf der Suche nach einem Abendessen in den McDon(ald’s) in Ronsdorf verlaufen. Von dem leuchtenden Schriftzug zur Hauptstraße hin, leuchteten tatsächlich nur die ersten fünf Buchstaben: McDon. Leider waren sowohl die Akkus meiner Digicam als auch die meines Handys erschöpft, sodass es hier leider keine Foto davon gibt …
ACHTUNG: Kleine Kinder können sich an Apfelstücken oder Trauben verschlucken. Bitte zerkleinern Sie die Apfelstücke oder Trauben in entsprechend kleine Stücke. Bitte beaufsichtigen Sie kleine Kinder immer beim Essen.
Von der Verpackung der »Fruchttüte«. Und den gesunden Menschenverstand lassen Sie bitte vor der Tür …

»Ach, das ist doch nur ein Kratzer!«
Auf arte+7 kann man sich noch bis Donnerstag kostenlos »Die Ritter der Kokusnuss« angucken! Allgemeinbildungspflichtprogramm!
Vorhin habe über StudiVZ von jemanden aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis eine Nachricht erhalten, die mich auffordert Blutspenden zu gehen. An und für sich eine wirklich unterstützungswerte, gute Sache. Nur die Art und Weise wie in der Nachricht argumentiert wird, warum ich Blut- und Blutplasma spenden gehen sollte, stößt mir unangenehm auf:
Der Punkt ist, auch wenn man dich dafür mal kurz pieksen muss, bekommt man auch als kleine Gegenleistung 15 oder 20 € bar auf die Hand pro Spende! 15 € bekommt man für eine Blutplasmaspende, das ist aber auch die etwas zeitintensievere Spende. Dadurch, dass einem Blut abgenommen wird, das Plasma gefiltert wird und man die roten Blutkörperchen wieder bekommt. Allerdings darf man diese Spende auch jede Woche einmal machen. Das heißt, im Monat wären das dann 60 € mehr, dazu kommt ein Bonus von 5 € bei jeder vierten Spende. Im Klartext 65 € pro Monat mehr, die man nicht versteuern muss
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Geld ist sicherlich für viele ein Anreiz Blut spenden zu gehen, aber irgendwie hat dies trotzdem einen schalen Nachgeschmack. Gerade die Rechnung am Ende »[...] 65 € pro Monat mehr, die man nicht versteuern muss [...]«. Vielleicht denke ich zu ideologisch, aber irgendwie finde ich es pietätlos, denn ich finde Blutspenden sollte etwas mit helfen wollen und Nächstenliebe zu tun haben und nicht mit »Ich machs nur, um mein Taschengeld aufzubessern«.
Wir sollten unsere Ratlosigkeit nicht zu überspielen versuchen mit scheinbar nahe liegenden Erklärungen. Wir sollten uns eingestehen: Wir verstehen diese Tat nicht.
Dies sagte der damalige Bundespräsident Johannes Rau im Jahre 2002 in der Rede nach dem Amoklauf in Erfurt.
Gestern war ein heftiger Tag! Mein Mitgefühl und mein Mitleid gilt den Opfer und den Angehörigen des gestrigen Amoklaufes in Winnenden und Wendlingen in Baden-Würtemberg.
Es ist viel passiert. Die Ereignisse haben sich überschlagen. Ebenso die Medien. Ich habe viel darüber gelesen, gesehen und geredet; viel mehr als beiden den anderen beiden Amokläufen an Schulen die in diesem jungen Jahrtausend Deutschland erschüttert haben. Es liegt zum größten Teil daran, dass ich dieses mal viel mehr mitbekommen habe; ich näher an den Medien (und dabei gerade Berichterstattung über Internet) dran war diese intensiver genutzt habe. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie am Tag nach dem Amoklauf in Erfurt meine damalige Englischlehrerin in unsere Klasse kam und uns wortlos P.O.D. – Youth Of The Nation vorgespielt hat. Denn die erste Strophe dieses Stücks dreht sich genau um das, was auch gestern passiert ist und was jemanden dazu bewegt – und wie wir alle irgendwie darin hängen …
Was mich persönlich zudem wiedereinmal (leider!) schockiert ist die Art, wie die Medien auf diese Tragödie aufgenommen und – so hart, krass und gefühllos es klingen mag – verwurstet habt. Ich habe nur die Entwicklung auf Spiegel Online verfolgt und selbst das war eigentlich mehr als ich hätte wissen wollen: Stündlich neue Berichte, Fotos, Meinungen, Ursachenanalyse. Und genau auf den letzten Punkt bezieht sich mein Eingangszitat: Es ist viel zu früh zu mutmaßen, was den Amokläufer zu dieser Tat bewogen hat und Forderungen bzw. Maßnahmen zu fordern! Ob es nun die Waffen, die Computer-Spiele oder die Filme waren, sei einmal dahingestellt; vieles sind Faktoren, die als Multiplikator in dienen, aber niemals als Auslöser alleine. Die Probleme rühren tiefer, in unserer Gesellschaft. Und die Art wie die Medien darüber berichten, hält uns ganz klar den Spiegel vor: Das ist unsere Gesellschaft und was will sie sehen. Es war kurz und meiner Meinung nach noch viel zu nett ausgedrückt: Pervers!
Heute morgen fragte im Radio ein Moderator einen kriminalistischen Wissenschaftler:
Nach Emsdetten wollten die meisten Opfer nicht mit den Medien reden sondern einfach nur in Ruhe gelassen werden. Warum war das so?
Auch wenn mich keine (direkte) Schuld trifft, als Mitglied der Gesellschaft trifft mich dennoch eine Teilschuld: Es tut mir leid! Allen Opfern und Angehörigen gilt mein Mitleid und mein Mitgefühl. Ich euch viel Kraft und viel, viel Hoffnung!

Franziska hat mir einige Bücher geliehen für die ich mich interessiere, allen voran »Krieg und Frieden« von Leo Tolstoi (in einer Auflage von 1956 die schon ordentlich herumgekommen zu sein scheint). Nachdem ich mich mit Dostojewskis »Schuld und Sühne« zuerst recht schwer getan, war ich aber dann doch später sehr begeistert davon. Nun wage ich mich also wieder ein Stück bekannte, russische Literatur.